4. April 2012


Nach Bestätigung des Frankfurter Nachtflugverbots: Neue Chancen für Leipzig/Halle Airport

Nach dem heute durch das Bundesverwaltungsgericht bestätigten Nachtflugverbot für den Flughafen Frankfurt stellt sich der Leipzig/Halle Airport, Deutschlands zweitgrößtes Luftfrachtdrehkreuz, als sinnvolle Alternative für die internationale Transportbranche dar. Der Flughafen verfügt über eine 24-Stunden-Betriebserlaubnis für Frachtflüge und über die modernste logistische Infrastruktur Europas. Markus Kopp, Vorstand der Mitteldeutschen Airport Holding, sieht nun neue Chancen für Leipzig/Halle.

Aktuell werden im Frachtverkehr vom Leipzig/Halle Airport aus rund 60 Ziele auf vier Kontinenten angeflogen. Mit einem Gesamtumschlag von über 760.000 Tonnen Luftfracht im Jahr 2011 konnte der Flughafen das siebente Rekordjahr in Folge verbuchen, auch im März 2012 wurden zweistellige Wachstumsraten im Vergleich zum Vorjahr registriert. Der Airport weist die modernsten und leistungsfähigsten Infrastrukturen Europas auf – und er profitiert von seiner Nähe zu den wichtigen Wachstumsmärkten Osteuropas. In den vergangenen Jahren hat sich Leipzig/Halle zudem zu einem wichtigen Standort der transkontinentalen Warenströme zwischen Asien und Europa entwickelt. Mit DHL konnte bereits  einer der weltweit bedeutendsten Logistiker und Expressdienstleister gewonnen werden, der sich langfristig an den Standort gebunden hat. 

Markus Kopp, Vorstand der Mitteldeutschen Airport Holding: „Das heutige Urteil des Bundesverwaltungsgerichts ist ein Schritt in die falsche Richtung, denn es ist ein Urteil gegen den Standort Deutschland und die Wirtschaftskraft unseres Landes. Das ist aber nicht das Ende des Logistikstandortes Deutschland. Gerade für den Leipzig/Halle Airport, der schon jetzt Deutschlands zweitgrößtes Luftfrachtdrehkreuz darstellt, ergeben sich hier neue Chancen. Die bundesdeutsche Verkehrspolitik muss nun verstärkt dieser strategischen Bedeutung unseres Standortes in gesamtdeutschem Interesse Rechnung tragen. Denn global agierende Logistikdienstleister brauchen Standorte, die sich durch Rechtssicherheit auszeichnen. Für den Leipzig/Halle Airport ging seit der Planungsphase eine breite politische Unterstützung mit der anhaltend hohen Akzeptanz des Flughafens in der Region einher.  Verlässlichkeit, Planungssicherheit und die modernste Infrastruktur Europas – der Flughafen Leipzig/Halle ist nach dem Nachtflugverbot für den Airport Frankfurt die logische Alternative für internationale Logistikdienstleister.“

Rund um den mitteldeutschen Airport ist ein umfangreiches Logistikareal entstanden, das im SCI Logistikbarometer 2011 als dynamischste Logistikregion Deutschlands ausgezeichnet wurde. Der Flughafen selbst wurde im März 2012 im Rahmen des World Cargo Symposium der IATA in Kuala Lumpur (Malaysia) mit dem Air Cargo Excellence Award geehrt.

Die Mitteldeutsche Airport Holding ist die Dachmarke der Mitteldeutschen Flughafen AG, einem Unternehmen der Öffentlichen Hand. Zum Konzern gehören die Tochtergesellschaften Leipzig/Halle Airport, Flughafen Dresden International und PortGround.

Im Jahr 2011 bewältigte der Konzern 99.184 Flugzeugbewegungen und fertigte rund 4,2 Millionen Fluggäste sowie 760.737 Tonnen Fracht ab. Der Konzern beschäftigt direkt 1.027 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. An den Standorten der Mitteldeutschen Flughafen AG sind insgesamt 8.802 Menschen in den verschiedenen Unternehmen und Behörden tätig.

Seit Oktober 2010 unterhält die Mitteldeutsche Airport Holding eine Kooperation mit der Shenzhen Airport Group. Die Vereinbarung fokussiert eine gezielte Zusammenarbeit auf den Gebieten der Marktbearbeitung und Kundenakquise sowie einen regelmäßigen Informations- und Personalaustausch.