Biomoni­toring

Der Begriff Biomonitoring kommt aus dem Englischen und setzt sich zusammen aus bio (= biologisch) und monitoring (= Prüfung, Überwachung). Es gibt verschiedene Methoden zur Beobachtung der Umweltqualität durch Bioindikatoren. In der Ökologie liefert das Biomonitoring Informationen über die Auswirkung aller abiotischen und biotischen Faktoren im Ökosystem.

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Projekte

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Biomonitoring mit Bienen

Regelmäßig werden auf dem Dresdner Flughafengelände zwei Bienenvölker gehalten, die den Schadstoffausstoß der startenden und landenden Flugzeuge überwachen sollen. Der lebende Organismus "Biene" nimmt Schadstoffe direkt über Wasser/Luft oder indirekt über Nektar- und Pollenfracht auf. Da Bienen bei der Nahrungssuche ein Gebiet von ca. 12 Quadratkilometern abdecken, kann das Biomonitoring repräsentativ aufzeigen, wie sich die Schadstoffbelastung zusammensetzt. Es ergibt sich ein Bild der Umweltbedingungen im Erntegebiet. Der geerntete Flughafenhonig besitzt eine einwandfreie Qualität.

Infoflyer über das Projekt [PDF; 0,5 MB]

Biomonitoring mit Grünkohl

2008 gab es am Dresdner Flughafen ein zweites Biomonitoring-Projekt: den Anbau von Grünkohl. Mit dieser Zeigerpflanze lassen sich polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) nachweisen, die mit Abgasen zunächst in die Luft und später von der Erdatmosphäre auf und in den Boden gelangen.

200 Pflanzen wurden in ein etwa 100 Quadratmeter großes Feld im Westteil des Flughafens eingebracht. Auch zwischen der Start- und Landebahn und dem Rollweg H gediehen einige Pflanzen. Labortests ergaben schließlich eine einwandfreie Qualität. Die an Vitamin C reichen Kohlköpfe wurden schließlich im Hilton Dresden zubereitet und als Beilage serviert.

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