Geschichte des Flug‌ha‌fens Lei‌p‌zig/‌Hal‌le

Der Flughafen Leipzig/Halle besteht seit über 90 Jahren. Am 25. April 1927 ging er nach erstaunlich kurzer Bauzeit in Betrieb und galt schon damals für seine Zeit als hochmodern.  Die Entwicklung des Airports in den zurückliegenden neun Jahrzehnten ist eng mit der wechselvollen deutschen Geschichte verbunden. Die wichtigsten historischen Ereignisse und Zeitabschnitte des Flughafens Leipzig/Halle finden Sie hier im Überblick.

Messeflugverkehr 1986: Concorde von British Airways
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1927

Nachdem die Städte Halle und Leipzig bereits im frühen 20. Jahrhundert erste Zeppelin- und Flugzeugverkehr auf eigenen Flugplätzen (u.a. Mockau) erlebt hatten, nimmt der neu errichtete Flughafen Halle/Leipzig in Schkeuditz den Betrieb auf.

1931

Das neu erbaute Flughafenrestaurant eröffnet und zieht als Ausflugsziel schon im ersten Jahr rund 60.000 Besucher an.

1937

Der Flughafen Halle/Leipzig ist der vierthöchste Verkehrsaufkommen unter den deutschen Airports. Sechs ausländische Fluggesellschaften fliegen ihn regelmäßig an, täglich starten mehr als 40 Maschinen in Schkeuditz.

1938

Das neu gebaute Abfertigungs- und Verwaltungsgebäude eröffnet.

1939

Mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs stellt der Flughafen den zivilen Luftverkehr zunächst ein.

1944

Bomben der Alliierten zerstören am 16. April weite Teile der Flughafengebäude, darunter auch das Restaurant.

1947

Nach dem Krieg entsteht am Flughafen der Volkseigene Betrieb (VEB) Maschinen- und Apparatebau Schkeuditz, der später Teil der Luftfahrtindustrie der DDR wird.

1957

Um die Entwicklung der Flugzeugindustrie zu fördern, lässt die Regierung in Schkeuditz eine Start- und Landebahn mit einer Länge von 2500 Metern bauen. Kurz nach ihrer Inbetriebnahme stellt die DDR den Flugzeugbau gänzlich ein.

1963

Die Kapazität des benachbarten Messeflughafens Mockau stößt an seine Grenzen. Zweimal jährlich, zu Messezeiten, fliegen Piloten von nun den Airport in Schkeuditz an, der fortan den Namen „Messeflughafen Leipzig“ trägt.

1966

Mit einer neuen Abfertigungshalle entsteht nördlich der Stadt- und Landebahn ein Kuriosum: Zur Messezeit dient es Passagieren, die übrige Zeit des Jahres Autofahrern – als Raststätte.

1972

Das Provisorium weicht nach und nach einer festen Einrichtung. Am 19. Mai nimmt der „Flughafen Leipzig“ erstmals seit Ausbruch des Zweiten Weltkrieges den ganzjährigen zivilen Luftverkehr wieder auf.

1986

Am 18. März landet erstmals eine Maschine des Überschallflugzeuges Concorde von Air France in Leipzig. Derweil wächst die Passagierzahl stetig auf rund 550.000 Fluggäste pro Jahr an.

1989

Noch ehe im November die Berliner Mauer fällt, landet erstmals eine Maschine der Deutschen Lufthansa in Leipzig. Der Linienverkehr nach Frankfurt a.M. ist eröffnet.

1990

Die Treuhandanstalt gründet die Flughafen Leipzig GmbH, Wolfgang Hesse wird zum ersten Geschäftsführer berufen.

1991

Am 24. Mai beschließt der neu gegründete Aufsichtsrat die Umbenennung des Unternehmens in Flughafen Leipzig/Halle GmbH und nimmt das modernisierte Terminal A in Betrieb.

1996

Das neugebaute Flughafenterminal B nimmt den Betrieb auf.

2003

Am 30. Juni eröffnet das neue Zentralterminal mit angeschlossenem Bahnhof. Die Jahreskapazität des Flughafen Leipzig/Halle wächst damit auf rund 4,5 Millionen Fluggäste, die pro Jahr abgefertigt werden können.

2007

Der Flughafen Leipzig/Halle wächst – und das immer sichtbarer: Am 5. Juli eröffnet der Flughafen die neugebaute Start- und Landebahn Süd, die eine Länge von 3600 Metern hat.

2008

Um Nachbarn des Flughafens vor Lärm zu schützen, entsteht eine spezielle Halle für Triebwerksprobeläufe, in der die größten Flugzeuge der Welt Platz finden.

2013

Nach einjähriger Bauzeit ist ein neues Wartungshangar fertig.